Accueil

IMG_0013Der Thyl, Haus der Künstler in Brüssel     

Das Thyl ist eine, in einem historischen Haus, im Herzen von Brüssel gelegene Kunstgalerie. Sie ermöglicht den hier ausstellenden Artisten und Designern ihre Kunden und Freunde in einem authentischen Rahmen zu empfangen. Sie können sich dort in einem Umfeld aufhalten, das an die Athmosphäre der im 19. Jahrhundert lebenden kreativen Bourgeoisie erinnert.

Inhalt

Standort

Geschichte

Mission

Der Name

Standort 

Retour en haut de la page

Standort

Die Galerie ist im Haus Nummer 14 der « Rue des Eperonniers » untergebracht .

Diese Straße ist parallel zur südlichen Seite der « Grand Place ».Sie führt von der «  Saint Jean Platz » zum « Marché aux Herbes Platz ».

Dieses kleine Haus (4×5 Meter,2 Stockwerke) ist nur ein Paar Gehminuten vom Zentralen Bahnhof entfernt .

Vom zentralen Bahnhof aus erreichen sie in 15 Minuten den im Norden gelegenen internationalen Flughafen von “Zaventem “sowie die nur einige Minuten entfernte “Gare du Midi”, dem Bahnhof mit Verbindungen nach Paris, Amsterdam, Köln oder London.

Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel (Metro, STIB, De Lijn) befinden sich ebenfalls in der Nähe.

Es ist unmöglich alle in direktem Umfeld gelegenen Museen, Kulturstätten ,Theater, Schulen, Restaurants oder Kinos aufzuzählen.

Z.B: « l’Opéra, les Beaux Arts, la Bibliothèque royale , la Cinémathèque, le Conservatoire royal de musique, l’Ecole des Beaux Arts, le Palais des Congrès »

Geschichte

Retour en haut de la page

Die Carte Ferraris von 1777 erlaubt es in der 76.Sektion die rue des Eperonniers wiederzufinden.

An einem Straßenende wurde 1788 von Joseph II im Krankenhaus Saint Jean die erste medizinische Fakultät eröffnet .Sie blieb aktiv bis zu ihrem Abriss 1848.

Ihr Verschwinden wurde begleitet von einem Immobilienprojekt ,von dem die « Galerie Bortier  » (in der sich heute noch Buchhandlungen und Kunstgalerien befinden) und die « Galerie Saint Hubert » (heute Unterkunft von zahlreichen Luxusgeschäften) übriggeblieben sind.

Zwischen 1790 und 1860 erlaubt die Kohle-und Stahlindustrie es Belgien, hinter dem Vereinigten Königreich Großbritannien zur zweiten industriellen Weltmacht zu werden.

Von Braine und Waterloo aus strömen die ,durch das Organisieren von Massengräbern auf ihren Feldern, ruinierten Bauer in die Stadt.

Religiöse Unvereinbarkeiten führten 1830 zur Gründung Belgiens durch dieTrennung der ehemaligen Vereinigten Südprovinzen vom Königreich der Niederlande.

IMG_0026aDas Haus der Nummer 14 wurde 1820 im Vorgarten eines Gebäudes gebaut von dem nur die Vorderseite erhalten bleibt.Eine Veranda und aufeinderfolgende Fenster sind noch sichtbar. In die Seitenwände wurden durchgehende Öffnungen zu den benachbarten Häusern eingebaut.

Das Baumateriel, spanische Backsteine, sehr lang und von unterschiedlichen Formen, sowie Balken an denen man noch Spuren von Baumeistern und Beilen erkennen kann ,ist sicher Rückgewinnungsmaterial..

Die erste hier duchgeführte Aktivität bestand in der Herstellung von Meerschaumpfeiffen .

Unsere Vorgänger waren weitaus weniger gut ernährt als wir: ihre kleine Körpergröße führt dazu dass wir beim Hinaufsteigen der 1860 erbauten Treppe den Kopf anstossen können.Die Vorderfront und das Kellergewölbe stammen aus dem selben Jahr.

In der Nähe wurde 1899 das Haus des Volkes eingeweiht,gezeichnet von Horta für die belgische Arbeiterpartei (die Arbeiterpartei wurde im April 1885 im “Schwanenhaus” auf der “Grand Place “gegründet) .Sein Abriss 1965 ist noch für viele ein schmerzhaftes Erlebnis.

1896 arbeitet Dr.Ovide Decroly in der Klinik Eperonniers (Hausnummer 42-44)

1901 wurde Alexandra David Neel’s “Für das Leben” gedruckt( Hausnummer 51)

Im Stadtarchiv befinden sich Postkarten die an die Herstellung verschiedener Artikel erinnern:Schmuck auf Hausnummer 2 und 20,Büromaterial auf 3,Messer auf 4(dieses Geschäft wurde zu einem Luxuswaffengeschäft umgebaut),Schuhe auf 7,Regenschirme und Stöcke auf 10 und 20,künstliche Blumen auf 32,Bronze für Gebäude auf 65-67,5.Auf Nummer 16 befand sich ein Holzschnitzler(es wurden auch künstliche Blumen im “Printemps perpétuel “hergestellt),auf 18 ein Frisör,auf 19 ein Stoff-und Kravattenhändler,auf 25 ein Drucker,auf 24-26 das Hotel du Grand Café,auf 29 ein Schreiner,auf 28-40 Hartkurzwarengeschäfte.

IMG_0007Das am anderen Ende der Straße gelegene Viertel “St Roch” aus dem Mittelalter , wurde anlässlich der Universalausttellung von 1910 durch die Gärten des Mont des Arts ersetzt, umgeben von Künstlerateliers, eine Promenade an die sich viele mit Entzücken erinnern.Hinter dem Vorwand einer anderen Ausstellung wurden sie 1957 durch massive Gebäude ersetzt.

1952 hinterlassen die Verbindungsarbeiten der Nord-und Südbahnhöfe,führend durch den Zentralbahnhof eine fahle Narbe in der Stadtmitte.

Zum selben Zeitpunkt werden die Promenaden zum « Bois de la Cambre »( die Avenue Louise, Avenue Longchamps ,Avenue de la Loi) in Stadtautobahnen umgebaut .

1944 leitet Belgien den Benelux ein , Motor zur Gründung der CECA(Communauté économique du charbon et de l’acier) dann zur Europäischen Union mit Sitz in Brüssel seit 1965.

Seit 1966 ist hier auch der Sitz der NATO.

In den 1960er Jahren   haben politische Zerreissungen zur Vermehrung der Verwaltungen in Brüssel geführt.

Bis 1976 war die Hausnummer 14 von einer Hutmacherin besetzt.

Es gab nur einen Wasserpunkt,im Keller. Dort befand sich ebenfalls ein Kohlenhaufen .Auf jedem Stockwerk befand sich ein Kamin.

Eine erste Renovierung hat die im Laufe der Jahrzehnte akkumulierten Zwischendecken und Trennwände gezeigt.Die so aufgedeckte Struktur wurde saniert.

Von 1982 bis 1998 war der Buchladen “le Bateau Livre” und zusätzlich das « Cinérivage » (Françoise De Paepe) eine Struktur für viele Kinoliebhaber.

Nummer 57 :Das von Jacques Antoine geführte Verlagswesen « La Jeune Parque » wurde 1975 geschlossen.

Nummer 5 : durch den Tod von André Roch hörten 1989 die Vorstellungen im Theater « L’Ile Saint Louis » auf.

Die Buchhandlung “ La Proue” (Henri Mercier) schliesst 1989 auf Nummer 6.

Auf Nummer 14 war eine erneute Renovierung fällig.( Fassade und Kamin sowie das Dach das einzustürzen drohte).

Im Verlaufe der Jahre haben skrupellose Mieter nicht nur zahlreiche unbezahlte Rechnungen hinterlassen,sondern auch ein zerstörtes Haus.

Mission

Retour en haut de la page

Ein Haus, wie jede Unterkunft, ist ein Werkzeug.Dieses hier bietet ein Schaufenster auf eine Stadt, die Besucher von der ganzen Welt empfängt.

IMG_0027Die Zufahrt zur Stadtmitte mit einem Pkw ist nicht sehr einfach.Pendler verlieren oft mehrere Stunden beim Ein-und Ausfahren.Parkplätze sind sehr teuer.

Eine Fußgängerzone wird schrittweise vergrössert.Sie soll es jedem ermöglichen,zu schlendern,Umschau zu halten oder sich zu unterhalten ,ohne von stinkenden Fehlzündungen der Verbrennungsmotoren der Pkw’s angegriffen zu werden.Die rue des Eperonniers befindet sich an der aktuellen Grenze dieser Zone.

Die Vorstellungskraft wird durch die Notwendigkeit geboren.Das Überleben hängt oft vom Finden einer Idee ab.Aus dem Nichts ein Projekt,eine Dienstleistung oder ein Objekt erstehen zu lassen ,war das Werk unserer vorhergehenden Entwerfer und bleibt das Wesen der Artisten die wir sind.Besonders die Künstler teilen mit uns Blicke,Schwung zu den Träumen und der Hoffnung.

In diesem Zusammenhang hat es uns angemessen geschienen ,dieses Haus als Ort der Aufnahme und der Freiheit vorzuschlagen .

Der Name

Retour en haut de la page

 

Thyl ist der Vorname vom legendären ,von Charles de Coster erfundenen ,Helden.

Sein Name Uylenspiegel bedeutet auf flämisch “Eule und Spiegel” was uns bildlich an den Tempel von Delphi erinnert   Γνῶθι σεαυτόν

 

Seine Geschichte erzählt uns von Verstoß ,von Aufruhr gegen diese Macht ,die unausweichlich scheint, und die letztendlich aus den vorgefassten Meinungen entlang unseres Weges besteht,und die ,an unsere Haut klebend, uns davon abhält, das Leben und die Schönheit zu sehen.